Während unseres langen Aufenthaltes auf Gran Canaria haben wir sehr viele wunderschöne Wanderungen auf Gran Canaria unternommen. Die Landschaft ist sehr vielseitig und die Insel hat 14 verschiedene Mikroklimazonen, somit kann überall auf der Insel etwas tolles entdeckt werden.

Auf unseren Reisen haben wir schon viele tolle Wanderungen auf der Insel unternommen. Im Frühling 2024 waren wir auf Gran Canaria und haben viele schöne Ecken der Insel erkundet. Im Rahmen unseres Europa Camper Trips waren wir im März 2023 einen Monat auf Gran Canaria.
Im folgenden stellen wir unsere Wanderungen im Norden, Osten, Süden, Westen und dem Inselinneren vor.
- Wanderungen im Norden
- Wanderungen im Osten
- Wanderungen im Süden
- Wanderungen im Westen
- Wanderungen im Inselinneren
Wandern im Norden der Insel
Der Norden von Gran Canaria ist geprägt von einer grünen Landschaft mit reichhaltiger Vegetation. Die Natur, besonders die verschiedenen Wälder bieten traumhafte Wanderungen. Es gibt Lorbeer- und Fichtenwälder.
Botanischer Garten – Jardin Botanico Canario
Der Jardin Botánico Canaria „Viera y Clavijo“ ist der größte seiner Art in ganz Spanien. Der Botanische Garten ist in verschiedene Bereiche eingeteilt, wie den Kiefernwald, Palmenhain, Lorbeerwald und den Garten der Welt. Im 16. Jahrhundert wurden die kanarischen Inseln aufgrund ihrer geografischen Lage zu einer interkontinentalen Seeachse, von welcher die Schiffe nach Afrika, Amerika, Asien und Australien ausliegen und zurück kehrten. Die Artenvielfalt ist unter anderen auch den Seefahrern damaliger Zeit zu verdanken.

Hier werden außergewöhnliche Exemplare der kanarischen Flora gesammelt, studiert und geschützt. Auf den kanarischen Inseln gibt es etwa 2000 verschiedene Spezien, wovon mehr als 500 endemisch sind.

Ein außergewöhnliches Fundstück kann im Botanischen Garten bestaunt werden. 1966 wurde auf Gran Canaria ein versteinerte Baumstamm gefunden, welcher 3075 Jahre alt ist. Dies bedeutet, der Baum stand 1100 v. Christus auf Gran Canaria. Welch ein Zeitzeuge!

Der Park lädt tatsächlich zu einem ausgiebigen Spaziergang ein und wird sogar etwas abenteuerlich, denn der Park liegt in einer Schlucht und es schlängeln sich verschiedene Pfade den Berghang hinauf. Die Pfade sind zum Teil schmal, es gibt viele steinerne Treppen und es macht total viel Spaß den Pfaden zu folgen.
La Isleta
Diese Wanderung befindet sich bei La Isleta, weiter nördlich von Las Palmas de Gran Canaria, auf der kleinen Halbinsel. Während der Wanderung und den Ausblicken dazu fühlt es sich tatsächlich etwas an, als wären wir auf einer weiteren Insel gewesen.

Wir parkten unser Auto im Zentrum des Ortes Las Coloradas und wanderten ca. 10 Minuten den Berg hinauf zum Gipfelkreuz. Von dort hatten wir einen herrlichen Ausblick auf Las Palmas und den Strandabschnitt „Playa del Confital“, den wir anschließend erwandern wollten.

Nachdem wir den herrlichen Ausblick genossen haben, sind wir kurz durch den Stadtrand von La Isleta gelaufen. Weiter ging es entlang eines spektakulären Küstenweges. Das Highlight ist der Weg an sich, denn wir liefen über einen Holzsteg. Die wilde und raue Küste mit ihren hohen Wellen und dem wunderbar herrlichen salzigen Meeresduft, lässt diese Wanderung zu einem Genuss werden. Auch am Strand gibt es viele Möglichkeiten, um eine Rast einzulegen.
Für uns ging es anschließend wieder den Berg hinauf zurück nach Las Coloradas. Der Aufstieg dauerte ca. 15 Minuten. Die Wanderung ist mit Kindern sehr gut machbar.

Los Tilos de Moya
Ein bezaubernder Märchenwald befindet sich in Los Tilos de Moya. Wir wanderten einen Rundwanderweg von 2,5 km und ließen uns richtig viel Zeit beim Beobachten der Pflanzen. Der Weg ist teilweise sehr schmal und führt an einem Berghang entlang. Die Aussichten auf die umliegenden Berge sind so schön! Alles ist grün und blüht. Weiterhin liefen wir durch einen Urwald mit Lianen. Am Ausgangspunkt gibt es auch ein Besucherzentrum, welches jedoch am Wochenende geschlossen hat. Eine lohnenswerte kurze Wanderung, perfekt geeignet um mit Kindern die Natur zu erkunden.
Mirador de Montaña Alta
Eine kurze, lohnenswerte Wanderung bietet sich vom Casa del Queso in der Nähe der Montaña Alta zum Aussichtspunkt auf 950m an. Bei Casa del Queso gibt es einen Parkplatz mit gratis Picknickplatz, Toiletten und Grillmöglichkeiten. Die Wanderung ist kurz. Viele Stufen führen hinauf zum Aussichtspunkt, von wo sich ein grandioser Rundumblick über Gran Canarias grünen Norden bietet. Ein Gipfelkreuz steht auch da.


Monte Pavón
Die Gegend um den Monte Pavón gilt auch als das Irland von Gran Canaria. Wir liefen einen traumhaftem Rundwanderweg durch saftige Almwiesen mit grasenden Schafen und fühlten uns wie in Österreich in den Bergen.

Der Ausgangspunkt unserer Wanderung war die Área Recreativa am Monte Pavón. Dort parkten wir und machten nach unserer Wanderung noch eine Rast.

Nachdem wir die sanften grünen Hügel hinter uns gelassen haben, sind wir auf einen herrlichen Wanderweg durch typischen kanarischen Kiefernwald gelaufen.

Wir machten eine Rast am Lomo de Galeote auf 1320m. Von hier kann man nach Artenara, Gáldar oder Fontanales wandern.

Der Wald wurde grüner, wir liefen über saftige Wiesen und auf kleinen Pfaden zwischen hohen Farn hindurch.

Am Ende kamen wir noch ganz nah an einer grasenden Schafherde vorbei bis wir unseren Ausgangspunkt wieder erreichten.

Wandern im Osten der Insel
Der Osten von Gran Canaria ist weniger touristisch geprägt. Es gibt schöne Promenaden entlang der Küste. Die Landschaft ist trocken und oft weht ein starker Wind. Tiefe Schluchten durchziehen den Osten der Insel. Die Landschaft wird grüner in höheren Höhenlagen.
Barranco de las Vacas
Der Barranco de las Vacas befindet sich im Osten von Gran Canaria, direkt an der GC-550 gelegen. Es gibt an der Straße ein paar Parkmöglichkeiten.
Die Wanderung startet mit einem leicht hinab führenden Weg direkt in die Schlucht hinein. Diesem relativ breiten Pfad folgten wir für 10 Minuten und sahen eine Brücke, die wir vorher mit dem Auto überquert hatten.

Wir liefen unter der Brücke hindurch und weiter durch einen kurzen Tunnel. Nach weiteren 5 Minuten erreichten wir das Herzstück der Schlucht und wofür der Barranco de las Vacas besonders beliebt ist, die Felsformationen. Sie erinnern an den Antelope Canyon in den USA.

Auf gleichem Weg gingen wir nach einer Picknickpause zurück zum Auto.
Die Wanderung ist super mit Kindern geeignet. Der Weg ist abenteuerlich und bietet immer wieder kleine Klettereinheiten über Steine und kleine Felsen.

Caldera de Bandama
Die Wanderung führt um einen Vulkankrater herum. Der Weg führt über den Bergrücken des Kraters und wir konnten tief in den Krater hinein schauen. Das Naturschutzgebiet Bandama liegt im Nordosten der Insel. Der Pico de Bandama mit einer Höhe von 569 m ist leicht mit einem Auto zugänglich. Selbst Tourbusse fahren hoch. Die Straße schlängelt sich um die Erhebung nach oben. Oben auf dem Gipfel ist eine Touristeninformation, die bei unserem Besuch nicht geöffnet hatte. (Stand März 2023) Auch von hier hat man grandiose Ausblicke auf den Vulkankrater, das Meer und das grüne Umland.
Der Vulkankrater ist 200m tief, hat einen Durchmesser von 1000m und die Umrundung sind ungefähr 5km. Bedacht werden sollte, dass der Weg keinerlei Schatten bietet. Wir hatten ca. 30°C und es war wirklich sehr warm. Es ist wichtig genug Wasser dabei zu haben!

Die Umrundung ist sehr gut machbar und führt über einen teils schmalen Schotterpfad. Es geht größtenteils gerade aus und nur leichte An- und Abstiege sind zu überwinden.
Eine Wanderung in den Talkessel des vor 1800 Jahren erloschenen Vulkanes ist ebenso möglich und aufregend. Es werden 235 Höhenmeter überwunden. Der Weg hinein in den Krater ist täglich von 8:00 – 17:00 geöffnet.

Der Weg ist durch das Vulkangestein an manchen Stellen etwas rutschig, dennoch mit Konzentration und gutem Schuhwerk gut machbar.

Wir schlängelten uns die Serpentinen hinab in den Talkessel. Der Aufstieg erfolgt später auf dem gleichen Weg.

Es gibt einen schönen Aussichtspunkt in den Krater hinein. Dort kann beim Ab- oder Aufstieg eine gemütliche Pause eingelegt werden.

Im Talkessel ist es so grün. Es stehen viele Palmen und Ölbäume, es gibt Wiesen und große Steine. Ein Kinderparadies mit viel Platz zum Entdecken und Toben.

Im Krater angekommen, gibt es einen 1 km langen Rundweg. Ein absolutes Highlight im Krater ist das ehemalige Wohnhaus des Señor Agustín Herrnández Torres, der von 1936 – 2020 den Krater bewirtschaftete und sich um die Erhaltung kümmerte. Er gehörte einer langen Generation von Kraterarbeitern an. Bis ins hohe Alter von 93 Jahren lief er jeden Tag den Berg hinauf und wieder hinab. Er starb im Alter von 97 Jahren. Sein ehemaliges Wohnhaus kann besichtigt werden. Seine Hinterlassenschaften und der Zustand seines Hauses befinden sich im Originalzustand.
Cuatro Puertas
Die archäologische Stätte „Cuatro Puertas“ in der Nähe von Telde gehört zu den Orten, den die Altkanarier, die Ureinwohner der Insel, vor der Besiedlung durch die Spanier bewohnt haben. Der Höhlenkomplex auf dem Berg Bermeja besteht aus Wohnhöhlen, rituellen Kultstätten und Lebensmittelspeichern.

Auf dem Berg befinden sich mehrere Höhlen. Es macht so viel Spaß die Wege entlang zu laufen. Besonders unsere Kinder hatten beim Klettern über das Vulkangestein, den Treppenstufen und durch die Höhlen sehr viel Spaß.
Der Weg ist als Rundweg gestaltet. Die erste Höhle, an der wir vorbei kamen war die Höhle Cuatro Puertas (Vier Türen Höhle) mit vier großen Felseingängen. Was die Funktion der Höhle betrifft, sind sich sie Forscher nicht einig. Es wird vermutet, dass es die Wohnstätte des obersten Priesters war, ein Viehstall oder eine Begräbnisstätte.

Anschließend liefen wir zur Cueva de los Papeles (Papierhöhle). Diese Höhle wurde von Hirten im Laufe der Jahrhunderte genutzt und gilt als Beweis dafür, dass sich Menschen vor der spanischen Besiedlung hier aufhielten.

Die letzten Höhlen sind die Cuevas de los Pilares (Säulenhöhlen). Diese in den Fels geschlagenen Höhlen dienten als Wohnraum. Hier wurden 1954 sogar einige Szenen aus dem Film „Tirma“ gedreht.

Die Aussicht auf die Ostküste, die Küstenorte Melenara, Salinetas und Taliarte ist sehr schön. Die Sicht ist bis nach Las Palmas möglich. Es bietet sich auch eine gute Sicht auf den Flughafen und wir beobachteten die Flugzeuge bei Start und Landung.

Küstenweg von La Garita nach Salinetas (Bufadero)
Entlang der herrlichen Küstenpromenade bieten sich immer wieder traumhafte Ausblicke auf das Meer.

Es gibt viele Sportstationen um seine Fitness zu trainieren und immer wieder breite Sandstrände, um im Meer baden zu gehen.

Ein Highlight auf diesem Küstenweg ist der Bufadero. Ein Felsenloch lässt das Wasser bei hohem Wellengang und Flut hindurch und das Wasser wird regelrecht nach oben gedrückt. Dabei entstehen viele kleine Fontänen. Wenn die Wellen und das Wasser von unten in das Loch einstürmen, spritzen sie nach oben und erzeugen ein lautes Schnauben. Das Hochspritzen des Wassers sieht auch sehr spektakulär aus.

Wandern im Süden der Insel
Barranco Hondo
Eine wunderbare spannende Wanderung befindet sich im Süden von Gran Canaria in der Nähe der Küstenorte Bahía Feliz und Castillo del Romeral.
Die Wanderung ist abwechslungsreich und leicht herausfordernd. Eine gute Grundkondition sollte vorhanden sein.
Wir parkten unser Auto auf einem Schotterplatz unweit der GC-1 und machten uns zunächst auf breiten Wegen auf den Weg in den Barranco Hondo hinein.

Der Weg wurde schnell schmaler und ging gemächlich bergauf. Die Ausblicke auf die umliegenden Berge, welche von Höhlen durchfurcht sind, sind herrlich.

Nachdem wir den schmalen Pfad eine Weile folgten und tiefer in der Schlucht waren, lagen riesige Gesteinsbrocken auf dem Pfad, die es zu überwinden galt. Das sorgte besonders bei unseren Kindern für ein tolles Wandererlebnis!

Wir liefen weiter durch dichtes Gestrüpp, zum Teil an kleinen Wassertümpeln vorbei und machten schließlich Rast bei der Fortaleza Canario.


Ein Highlight der Wanderung ist der ca. 200 m lange Tunnel, welcher die beiden Schluchten Barranco Hondo und Barranco de la Monta Berriel verbindet. Der Ausgang ist beim Eingang in den Tunnel zu sehen. Der Tunnel wird nur an einer Stelle sehr niedrig, ansonsten kann man bequem hindurch laufen. Eine Taschenlampe sollte man unbedingt dabei haben!


Barranco de Tiritaña
Der Barranco de Tiritaña liegt zwischen den bekannten Küstenorten Puerto de Mogán und Puerto Rico.
Wir liefen vom Parkplatz direkt an der GC-500 abwärts durch den Barranco bis zum Strand Tiritaña. Die Wellen waren hoch und wir staunten über die Kraft des Ozeans. Wir entdeckten am Strand sogar die gefährliche Portugiesische Galeere.
Anschließend liefen wir den Barranco hinauf und nach einem kurzen, steilen Anstieg hatten wir eine grandiose Aussicht auf den Atlantik bis zum Küstenort Puerto de Mogán.

Oben angekommen ist der Weg zwischen den Schluchten schmal. Trittsicherheit ist gefordert. Die Aussichten sind phänomenal!


La Fortaleza de Ansite
In der Nähe des hübschen Bergdorfes Santa Lucía de Tirajana befinden sich grandiose Wanderwege. Ein Highlight ist die Wanderung zum Festungsfelsen La Fortaleza de Ansite.
La Fortaleza ist ein besonderer Berg, denn er war die letzte Zufluchtsstätte der Altkanarier vor den spanischen Truppen. Die Ureinwohner zogen sich in ihren Felsen zurück, jedoch wurden sie von den Spaniern ausgehungert, sodass sie letztendlich kapitulieren mussten.

Wir starteten unsere Wanderung am Friedhof von Santa Lucía de Tirajana und liefen zu Beginn zwischen den Feldern entlang bis wir einen atemberaubenden Blick auf den Festungsfelsen werfen konnten.

Die Wanderung ist sehr gut machbar, auch für kleinere Kinder.
Wir liefen den Rundweg um den Felsen herum und sind durch die Höhle gewandert. Die Ausblicke in die Tiefen des Barranco sind wirklich grandios.
Im Anschluss liefen wir zum Interpretationszentrum über La Fortaleza. Dort erfuhren wir viel über das Leben am Felsen der Altkanarier und über archäologische Arbeiten im Gebiet.

Zu guter Letzt genossen wir einen Stadtbummel durch das Bergdorf Santa Lucía de Tirajana.

Los Azulejos / Mirador de Veneguera
Die beeindruckenden Felsformationen von Los Azulejos sind schon von Weitem sichtbar, denn der Fels sticht in grün, rot und ocker Tönen hervor. Das Felsmassiv liegt direkt an der GC-200, die die Orte Mogán und La Aldea de San Nicolás verbindet.

Tipp: Ein frühes Kommen sichert einen Parkplatz, denn diese sind sehr rar, direkt an der Straße und gegen Mittag wird es hier sehr voll.

Die farbenfrohen Felsen sind vor ca. 14 Millionen Jahren entstanden. Heiße Gase und Flüssigkeiten in Kombination mit vulkanischer Aktivität erzeugten die farbliche Vielfalt. Jahrmillionen lange Erosion durch Wind und Wasser hinterließen dieses Naturwunder von besonderem geologischen Wert.

Unsere Wanderung startete dann etwas weiter im Süden. Wir sind zum Aussichtspunkt Veneguera gefahren und haben dort ebenfalls geparkt.

Wir liefen vom Aussichtspunkt zum Cruz de Mogán. Der Weg verlief meistens gerade aus.

Nach kurzer Zeit wurde der Weg schmaler und die Aussichten in die umliegenden Barrancos und bis nach Mogán waren wunderschön.

Auch mit Kindern ist diese kurze Strecke sehr gut machbar. Wir hatten Trage und Kraxe dabei. Eine Rast bietet sich am Kreuz an.

Auf dem selben Weg liefen wir zurück zum Ausgangspunkt.

Wandern im Westen der Insel
Der Westen von Gran Canaria ist geprägt von einer schroffen Steilküste und dünn besiedelter Landschaft. Es gibt tiefe Schluchten und unberührte, spektakuläre Natur. Der Naturpark Tamadaba ist ein Wanderparadies und besitzt den größten Kiefernwald Gran Canarias. Fernab vom Massentourismus findet man hier Stille und Ruhe. Für Aktivurlauber in der Natur, ist diese Seite von Gran Canaria perfekt.
Parque Natural Tamadaba
Der Parque Natural de Tamadaba beherbergt Gran Canarias größten Kiefernwald. Er liegt im Westen von Gran Canaria und wurde von der UNESCO 2005 zum Biosphärenreservat erklärt. Das Gebiet im Südwesten von Gran Canaria umfasst eine Fläche von 42% der Inselfläche, jedoch leben nur 2,34% der Gesamtpopulation dort. Es gibt wunderschöne Wanderwege in Tamadaba in den Kieferwäldern. Der höchste Punkt ist der Pico de la Bandera. Bei freier Sicht kann man wunderschöne Ausblicke auf die kleinen Bergdörfer und das Meer genießen.
Es gibt ebenfalls Picknickbereiche, wo die Kanarier besonders an Wochenenden gern ihre Zeit in der Natur verbringen und ein Barbecue veranstalten.

Wir haben zwei Nächte auf dem Naturcampingplatz Tamadaba verbracht. Die Aussicht vom Campingplatz ist grandios. Wir blickten bis nach Teneriffa und sahen den Teide.

Es gibt Toiletten und fließendes Wasser am Campingplatz.
Der Campingplatz liegt unweit eines Aussichtspunktes. Der Mirador Llanos de la Mimbre bietet herrliche Ausblicke über Agaete bis nach Gáldar und die schroffen Klippen im Westen von Gran Canaria. Wir verbrachten einen herrlichen Nachmittag am Aussichtspunkt und in den Wäldern herum.

Vom Campingplatz kann man sehr viele Wanderungen unternehmen. Wir haben uns für zwei Wanderungen entschieden.
Eine beliebte Wanderung führt zum Faneque Ausblick.

Die Wanderung führt durch den moosbewachsenen Kiefernwald. Das Wetter ändert sich hier sehr oft, von wolkig, neblig und sonnig kann innerhalb weniger Minuten alles dabei sein. Der Wald wirkte teilweise sogar etwas mystisch.

Wir kamen vorbei an der Cueva de Zapatero.

Auf dem Rückweg liefen wir an Kletterfelsen entlang, auf einem schmalen Pfad den Berghang hinauf und hinab.

Eine weitere lohnenswerte Wanderung führt vorbei an der Área Recreativa, zur Degollada del Humo auf 1309m und der Degollada Chiquerotos auf 1321m. Auch hier führt der Weg durch den Kiefernwald. Unterwegs ergeben sich immer wieder schöne Ausblicke hinab in das Tal.

Die vielfältigen Wanderungen im Naturpark Tamadaba eignen sich perfekt für Familien mit Kindern, denn es gibt sowohl ausgiebige, lange und anstrengende Wanderungen, als auch kürzere, dennoch aussichtsreiche Wanderungen.
Wandern im Zentrum der Insel
Das Inselinnere von Gran Canaria zeichnet sich durch eine bergige Landschaft aus. Durch die verschiedenen Klimazonen gibt es im nördlicheren Inselzentrum einen subtropischen Wald. Zudem ist die Landschaft geprägt von kanarischen Kieferbäumen.
Der höchste Berg der Insel ist der Pico de las Nieves mit einer Höhe von 1949m. Das Zentrum ist von einem vulkanischen Bergland mit tiefen Schluchten und schroffen Berggipfeln geprägt.
Es gibt viele traditionelle Dörfer wie Teror oder Tejeda und Höhlen, die von den Ureinwohnern der Insel bewohnt wurden.
Barranco del Álamo
Der Barranco del Álama (Pappelschlucht) befindet sich ganz in der Nähe von Teror. Wir haben unser Auto in dem kleinen Ort Álamo geparkt und sind eine 4 km Rundwanderung gelaufen. Zu Beginn hatten wir einen schönen Ausblick auf Teror.

Wir liefen durch die vielfältige Landschaft, die es in den Barrancos auf Gran Canaria gibt. Die Pfade sind sehr spannend und vielseitig. Wir liefen durch Bambushainen, vorbei an riesigen Pappeln, Kakteen mit Kaktus- und Drachenfrüchten.

Wir liefen an Berghöhlen entlang, wo sogar Menschen leben.

Die Schluchtwanderung macht Spaß und die Highlights sind die zwei Leitern, die uns etwas an unsere Wanderungen in der sächsischen Schweiz erinnerten.

Barranco de los Cernícalos
Der Barranco des los Cernícalos (Schlucht der Turmfalken) ist bei Einheimischen wie Touristen sehr beliebt.
Hier fließt das ganze Jahr über Bergwasser, es gibt mehrere Wasserfälle und besonders toll für Kinder viele Flußläufe und eine Levada (Wasserkanal).
Wir haben eine 8 km lange Wanderung unternommen durch zwei Barrancos. Wir sind im Barranco de la Breña gestartet. Dieser führte uns auf abenteuerlichen Wegen, über Steine und Wurzeln, vorbei an riesigen Aloe Veras, hinab zum kleinen Dorf Los Arenales. Dort gibt es auch Parkmöglichkeiten um in die Schlucht zu wandern bis zum großen Wasserfall und auf gleichem Weg wieder zurück.

Die Wanderung durch die Schlucht ist abenteuerlich, macht unwahrscheinlich viel Spaß und die Flora und Fauna ist sehr grün. Wir liefen durch zum Teil niedrige Bambustunnel, wo es richtig dunkel war. Das Wasserplätschern ist immer zu hören. Es ist ein Naturparadies!

Besonders an heißen Tagen, tut eine Erfrischung in der Schlucht sehr gut. Die hohen Bäume spenden sehr viel Schatten.
Los Moriscos
Die Berge von Moriscos befinden sich östlich von Artenara. Unsere Wanderung begann auf einer Höhe von 1670 m. Wir starteten auf einem breiten Wanderweg hinauf und wurden von einer großen Schafherde begrüßt, die gerade hinab getrieben wurde.

Nach einem kurzen und allmählichen Aufstieg wurde es abenteuerlicher. Der Weg verschmälerte sich. Ein Hinweisschild weist auf Steinschlaggefahr hin. Durch einen mystischen Herbstwald ging es hinauf. Die Sicht war durch den starken Nebel zu Beginn sehr begrenzt.

Der Wind ließ die Wolken schnell vorbei ziehen und wir hatten kurze Zeit später eine traumhafte Aussicht in den Talkessel von Tejeda und den gleichnamigen Ort. Der Roque Nublo, das Wahrzeichen von Gran Canaria, war in der Ferne zu sehen.

Der schmale Pfad führte uns weiter hinab zu den Höhlen Cuevas de Caballero.

Dabei handelt es sich um sieben Höhlen, die sich im Felsmassiv Risco Chapín befinden. Sechs dieser Höhlen wurden von den Altkanariern in den Fels gehauen, die größte ist eine natürlich entstandene Höhle. Die Felsenhöhlen ähneln den Wohnhöhlen der Altkanarier. Jedoch wurden hier Symbole an den Wänden gefunden, die nahelegen, dass es eine Kultstätte gewesen ist.

Anschließend begann ein weiterer Aufstieg zum Cruz de los Moriscos auf 1697 m und von dort sind wir hinab zum Ausgangspunkt gelaufen.
Unsere Tour war 4,46 km lang, sehr eindrucksreich und perfekt um mit Kindern zu wandern.

Pico de la Gorra
Wir erwanderten die Region um den Pico de la Gorra, ein wunderschönes Gebiet auf Gran Canaria. Dies liegt ganz in der Nähe des höchsten Gipfels von Gran Canaria, dem Pico de las Nieves. Wir folgten einem breiten Wanderweg und konnten bis zu den Dünen von Maspalomas blicken. Die Vulkanlandschaft zur einen Seite, blumige Wiesen auf der anderen Seite. Welch‘ ein Kontrast. Hier wurde ganz besonders deutlich, dass Gran Canaria 14 Mikroklimazonen hat. Das Summen der Bienen begleitete uns die ganze Zeit.
Pico de las Nieves
Der höchste Gipfel mit 1949 m ist der Pico de las Nieves. Übersetzt bedeutet dies, der schneebedeckte Gipfel. Von hier oben bietet sich ein ausgezeichnetes Panorama. Der Gipfel kann erwandert werden, es führt jedoch auch eine Straße nach oben.

Presa de las Niñas
Wir haben drei Nächte auf dem Área Recreativa von Presa de las Niñas verbracht. Viele einheimische Camper nutzen ebenfalls am Wochenende die Möglichkeit Zeit in der Natur zu verbringen.
Der Campingplatz ist gratis und bedarf lediglich einer Registrierung. Es gibt fließendes Wasser und saubere Sanitäranlagen, die von den Rangern jeden Tag gereinigt werden.
Von dort starten Wanderungen in die Umgebung. Wir sind vom Campingplatz zum Stausee gelaufen und wieder zurück. Die Wanderung ist flach, leicht zu gehen und bietet jedoch auch für Kinder ihre Reize. Überall gibt es Vulkangestein zum Klettern.

Eine etwas anspruchsvollere Wanderung führte uns in die Berge hinauf zum Cruz las Huesitas auf 1209m. Wir haben 320 Höhenmeter überwunden und sind durch den herrlichen kanarischen Fichtenwald gelaufen.

Roque Bentayga
Der Roque Bentayga wird auch als ‚Heiliger Berg‚ von Gran Canaria bezeichnet, denn er hatte für die Ureinwohner der Insel einen hohen symbolischen Wert. Er war der bedeutendste Kultort der Altkanarier. Astronomische Phänomene wurden von dem hohen Berg beobachtet. Im Tejeda Becken öffnet sich von hier oben der Blick auf den Roque Nublo, dem bekanntesten Wahrzeichen Gran Canarias und dem Pico de las Nieves, dem höchsten Berg der Insel.

Am Besucherzentrum stehen Parkplätze bereit, um den kurzen Aufstieg von ca. 500 m zu starten. Der Besuch des Interpretationszentrums ist gratis und lohnenswert. Nette Guides stehen für Nachfragen und Erklärungen in Spanisch und Englisch bereit. Zudem gibt es viele Erklärungen auf Spanisch, Englisch und Deutsch. Wir erfuhren nach unserer Wanderung einiges über die Ureinwohner der Kanaren und den Hintergründen des Bentayga Berges.

Die Wanderung zur Kult- und Opferstätte des Heiligen Berges ist mit einem ca. 500 m langen Aufstieg eher kurz, aber sehr lohnenswert. Die Ausblicke auf den Roque Nublo und den Pico de las Nieves sind fantastisch. Ebenso sieht man in der Ferne die Bergdörfer Tejeda und Artenara. Der Weg ist, besonders für Kinder, abenteuerlich. Auf schmalen Pfaden und sogar Treppen geht es den Berg hinauf. Der Rückweg verläuft auf dem gleichen Pfad.

Roque de la Vela
Die Wanderung zum Roque de la Vela (Kerzenfelsen) startet in dem kleinen Ort El Rincón. Der Aufstieg durch den kleinen Bergort ist recht steil und sehr aussichtsreich.

Die Wanderung verläuft durch den Naturschutzpark „Reserva Natural Especial Los Marteles“. Wir verließen den Ort, die Straße wurde steiler und wir konnten kaum glauben, dass weiterhin Autos in die engsten Bergstraßen fahren, um zu ihren kleinen Häusern zu gelangen.

Schließlich wurde der Weg schmaler und mündete in einen dichtbewachsenen Pfad. Den Roque de la Vela hatten wir von nun an immer im Blick.

Der Pfad führt vorbei an summenden Bienen, die sich an Riesenhauswurz, der blauen Tajinaste, zwei auf Gran Canaria endemischen Pflanzen, der kanarischen Glockenblume und Maiblume laben.

Die Runde ist mit 3 km relativ kurz und trotz ihres steilen Aufstiegs, auch mit kleinen Kindern, sehr gut machbar.

Oben angekommen, nutzten wir die flachen Flächen, um eine schöne Pause in atemberaubender Natur zu machen. Die Blicke auf die riesigen Felsmassive „Los Marteles“ in der Ferne sind grandios.

Der Abstieg war ebenfalls steil und wir konnten sogar an einem Seil hinab klettern.

Serpentinen führten uns den Berghang hinab nach El Rincón, wo es auch Höhlenwohnungen gibt.

Roque Nublo
Das Wahrzeichen von Gran Canaria ist der Felsen Roque Nublo (Wolkenfels) auf 1813m. Er wird so bezeichnet, da er sich oftmals über oder in den Wolken befindet. Auch wir hatten Glück und befanden uns über den Wolken, wobei wir am Tag unserer Wanderung nahezu wolkenfreien und blauen Himmel hatten.

Unweit des Einstieges zur Wanderung befindet sich ein kleiner Parkplatz. Wir hatten Glück einen der letzten freien Plätze an einem Samstag zu ergattern, denn der Parkplatz ist wirklich klein und viele Wanderer möchten parken.
Wir wanderten durch herrliche kanarische Fichtenwälder und es duftet so gut nach Natur! Die Wege sind gut ausgeschildert.

Die Wege sind in einem top Zustand. Wir liefen auf schmalen Waldwegen, über Stock und Stein, vulkanische Treppenstufen hinauf und wieder hinab. Dabei hatten wir ganz oft Teneriffa und den Teide im Blick.
Angekommen am Roque Nublo, hatten wir einen richtigen Wow-Effekt! Plötzlich standen wir auf dieser weiten, aus Vulkangestein bestehenden Fläche, den riesigen Fels vor uns. Es wirkte regelrecht surreal und wunderschön! Wir sind immer wieder erstaunt, wie wunderbar die Natur auf unserer Erde ist!

Einen grandiosen Ausblick konnten wir von der „Zona de acampada„, einem gratis Naturcampingplatz auf den Roque Nublo genießen. Wir verbrachten eine wunderschöne Zeit inmitten toller Natur. Der Campingplatz befindet sich mitten im Wald. Die Stellplätze sind gratis, Toiletten, Grillplätze sind vorhanden, es muss jedoch eine Genehmigung beim Cabildo de Gran Canaria eingeholt werden.
Vom Campingplatz haben wir eine 4,5 km lange Wanderung zum Stausee Presa de los Hornos unternommen. Die Wanderung führte uns durch typische kanarische Kiefernwälder, immer mit dem Blick auf den Roque Nublo.
Ventana del Nublo
Wir parkten unser Auto im Campingareal Bailico. Dort startete ein wunderschöner Wanderweg leicht bergauf über breite Wege durch herrlichen Kiefernwald. Der Camino de Santiago verläuft ebenfalls dort entlang.

Wir liefen stetig leicht bergauf und gelangten an eine Waldkreuzung. Es führte eine Abzweigung hinauf zum Pico de las Nieves, dem höchsten Gipfel von Gran Canaria auf 1956m, eine weitere führte zum Roque Nublo, dem Wahrzeichen von Gran Canaria. Wir folgten dem Wanderschild zum Ventana del Nublo, dem Wolkenfenster.

Anschließend führte uns der Weg leicht hinab. Wir liefen weiter durch den kanarischen Fichtenwald. Es gibt unzählige Kletterabenteuer für Kinder. Viele kleine Felsen, ein kleiner Wasserlauf und Pfützen boten viel Spaß für unsere Kleinen.
Angekommen beim Ventana del Nublo, waren wir direkt beeindruckt von der grandiosen Aussicht.

Es ist wirklich phänomenal und bietet einen freien Blick auf den Roque Nublo und den Teide von Teneriffa.

Wir liefen den gleichen Weg zurück nach Bailico.











































