Gran Canaria ist bekannt für seine wunderschönen Strände, den Dünen von Maspalomas und dem ganzjährig traumhaftem Wetter. Doch Gran Canaria hat noch so viel mehr zu bieten. In den Bergen kann nicht nur auf sehr gut markierten und spannenden Wegen gewandert werden, in den Bergen befinden sich auch wunderschöne kleine Bergdörfer, die man bei seinem Besuch auf Gran Canaria nicht vergessen sollte.
Agaete
Agaete liegt im Nordwesten von Gran Canaria und ist eine Kleinstadt mit ca. 5500 Einwohnern. Die Häuser der Stadt sind alle in weiß gehalten und somit bietet sich eine fantastische Aussicht auf die Stadt und die umliegenden Berge, es mutet sogar etwas wüstenähnlich an.

Die Stadt gilt als Tor zum Valle de Agaete, dem Tal von Agaete. Umgeben von hohen Bergen und das Meer ganz in der Nähe ist Agaete ein tolles Ausflugsziel. In der Stadt gibt es zahlreiche Cafés zum Einkehren.

Agüimes
Agüimes ist ein kleiner Ort in den Bergen, der sich schon auf 275m befindet. Der wunderschöne Ortskern mit seiner Kirche im neoklassischen kanarischen Stil lädt zum Verweilen ein. Der zentrale Platz direkt davor bietet dazu eine gute Gelegenheit.

Der Ortskern ist geprägt von engen Gassen mit vielen bunten Häusern.

Artenara
Artenara ist das höchstgelegene Dorf Gran Canarias. Es liegt in den Bergen des Tamadaba Gebirges auf 1270 m Höhe. Der Ort hat mehrere wunderbare Aussichtspunkte, von denen sich grandiose Ausblicke bis zum Pico de las Nieves und dem Roque Nublo bieten.

Der bekannte spanische Dichter Miguel de Unamuno besuchte das Dorf mit Pferden im Jahr 1910 und beschrieb begeistert von seinen Erlebnissen in der Bergwelt Gran Canarias. Ihm zu Ehren wurde ein Aussichtspunkt mit seiner Statue errichtet.

Ein weiterer Aussichtspunkt ist der Mirador del Corazón de Jesús. Eine große Jesusstatue thront über Artenara.

Das Ortszentrum ist geprägt von vielen Restaurants und der San Matías Kirche aus dem 19. Jahrhundert.

Ein Besuch in Artenara ist lohnenswert. Es gibt das ethnographische Höhlenmuseum. Die Gemeinde Artenara erwarb sieben Höhlen um sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. 1962 kaufte Santiago Aranda die Höhlen, der sie wieder bewohnbar machte und mit typischen Möbeln ausstattete. Anschaulich wird das Leben der damaligen Höhlenbewohner dargestellt. In Artenara gibt es heute noch 600 Höhlen, die teilweise bewohnt werden, natürlich auf moderne Art und Weise. Die heutigen Höhlen sind mit Toiletten und fließend Wasser ausgestattet.

Im Museum erfuhren wir auch einiges über die Lebensweise der Höhlenbewohner, ihr traditionelles Handwerk und die Bauweise der Höhlen.

Sehr interessant ist ebenfalls, dass diese Höhlen sehr wahrscheinlich auch von den prähispanischen Bewohnern der Gegend genutzt wurden.
Der Eintritt ist gratis.
Ein Besuch lohnt sich ebenfalls im Interpretationszentrum der kulturellen Landschaft des Risco Caído. Auch hier wird anschaulich und kindgerecht mittels Filmen und interaktiven Tafeln über das Leben der Altkanarier, der Bewohner der kanarischen Inseln, vor der Kolonialisierung durch die Spanier, berichtet.

Die Bergregion Tamadaba war heilig für die Altkanarier. Dort siedelten sie auch zuerst. Wir erfuhren etwas über ihre Ernährung, Tierhaltung und Astronomie. Zudem wurde eine Höhle nachgebaut. Dort wurde gezeigt, wie die Altkanarier den Jahreslauf verfolgten, anhand der Sternen- und Sonnenkonstellation.
Der Eintritt ist hier ebenfalls gratis.
Arucas
Arucas befindet sich im Norden von Gran Canaria und liegt auf 600m. Arucas hat eines der schönsten Stadtzentren Gran Canarischer Städte und ist sogar denkmalgeschützt.
Ein Blickfang, schon von Weitem, ist die Kathedrale San Juan Bautista, welche 1909 von örtlichen Steinmetzen aus dem Stein von Arucas erbaut wurde. In unmittelbarer Nähe befindet sich der historische Steinbruch Piedras la Cantera.

Vor der Kirche befindet sich die Plaza San Juan. In den umliegenden Gassen gibt es viele Einkehrmöglichkeiten. Zur Weihnachtszeit ist alles wunderbar geschmückt.

Arucas ist ebenso für seine Rumproduktion bekannt.An der Plaza de la Constitución befindet sich das Rathaus und ein großer „Arucas“ Schriftzug. Dies ist ebenfalls ein sehr beliebter Fotospot.

Der Garten der Marquise liegt direkt daneben. Er ist eine Wohlfühloase mit herrlichen Blumen, angelegten Wegen und Wasserläufen und einem schönen Spielplatz mit Schaukeln, Klettergerüsten und Rutschen.
Ein Abendspaziergang durch die Altstadt ist besonders reizvoll.

Fataga
Das kleine Bergdorf zählt ca. 400 Einwohner und ist von Maspalomas aus gut über die GC-60 erreichbar. Der historische Ortskern ist sehr gut erhalten und verfügt über einen zentralen Platz mit Kirche. Von dort gehen kleine, teils gepflasterte Straßen ab. Die traditionellen kanarischen Häuser sind sehr gut erhalten.

Die GC-60 führt direkt durch das Dorf hindurch. Von oben hat man einen wunderschönen Ausblick auf Fataga.

Es gibt einige Einkehrmöglichkeiten und traditionelle Handwerkskunst von den Einheimischen zu erwerben. Diese wird oftmals in ihren Wohnhäusern zum Verkauf angeboten.

Es gibt wenige Parkmöglichkeiten im Bergdorf selbst.
Firgas
Die kleinste Gemeinde von Gran Canaria ist auf dem Archipel bekannt, denn hier wird das bekannteste Mineralwasser der Kanaren abgefüllt. Firgas ist ebenso das am meisten getrunkene Mineralwasser.
Das Mineralwasserunternehmen Agua de Firgas wurde 1930 gegründet. Besonders schön anzusehen ist der 30 m lange Brunnen mit seinen Mosaikbänken daneben. Dabei soll der Wasserreichtum der Gemeinde repräsentiert werden. Alle Gemeinden der Insel werden ebenso mosaikartig dargestellt.

Ein weiteres Highlight in Firgas ist der Paseo de Canarias. In wunderbaren Mosaiken werden sieben Kanareninseln dargestellt. Die Flaggen der Inseln und eine Hauptsehenswürdigkeit jeder Insel wird malerisch präsentiert. Zudem werden die Inseln plastisch in Größe und Höhe abgebildet. Das ist wirklich spannend zu sehen.

Während wir die Treppe hinauf liefen, boten sich auch immer wieder schöne Ausblicke auf den Ort.

Gáldar
Gáldar ist eine der größeren Städte auf Gran Canaria mit ca. 24.000 Einwohnern. Vor der spanischen Eroberung war Gáldar die Hauptstadt eines der alten Königreiche der Insel.
Die Kirche Santiago de Gáldar zählt zu einer der schönsten der kanarischen Inseln. Im Innern befindet sich ein grüner Taufstein, in dem die ersten Kanarier nach der Eroberung der Spanier getauft wurden.

In der Nähe des zentralen Platzes befindet sich die Plaza de Santiago. Dort sind viele Restaurants und Cafés, die besonders am Wochenende rege von den Einheimischen genutzt werden.

An der Plaza de los Faycanes ist ein schöner Spielplatz mit einem großen und kleinen Zug, verschiedenen Schaukeln und Rutschen.
Zur Adventszeit erstrahlt Gáldar in einem besonderen Licht. Die Gassen werden, sobald es dunkel wird, magisch beleuchtet. An der Plaza de los Faycanes, direkt neben dem Spielplatz, steht ein Weihnachtsdorf, wo süße Weihnachtshäuser von Elfen bewohnt werden.

Ingenio
Ingenio ist eine Kleinstadt 300m über dem Meeresspiegel, gelegen zwischen dem Barranco del Draguillo und im Süden dem Barranco de Guayadeque.

Der historische Stadtkern von Ingenio ist wunderschön. Dort befindet sich die Plaza de la Candelaria mit der Kirche und dem Rathaus. Die Kirche wurde 1901 auf den Überresten einer Kapelle errichtet.

Ingenio ist bekannt für seine Handwerkstradition. Es gibt ein Uhrmuseum, mehrere Wassermühlen, ein Wasser- und Zuckermuseum. Im Parque Nestor Álamo gibt es eine alte Wassermühle zu bestaunen.

Santa Brígida
Die süße Altstadt von Santa Brígida im Osten der Insel ist wirklich sehenswert mit ihren typisch kanarischen Häusern.

1525 wurde eine Kapelle errichtet, die heute eine große Kathedrale ist. An der Kirche hing eine Gedenktafel an die Gefallenen in der Schlacht um die Verteidigung von Las Palmas im Jahre 1599. Im 16. Jahrhundert schlossen die Engländer, die Franzosen und die Holländer einen Pakt gegen die Spanier im Kontext von Eroberungen und dem Gewinnen neuer Konlonialterritorien.
1599 versuchten die Holländer Las Palmas einzunehmen, doch die Bevölkerung von Las Palmas schloss sich zusammen. Die Holländer, um den Vize-Admiral Pieter van der Does, kamen mit 73 Schiffen und 150 Landungsbooten. Frauen und Kinder zogen sich in das Hinterland um Santa Brígida zurück. Mit nur knapp 2000 Männern kämpften die Insulaner gegen die Angreifer. Auf beiden Seiten gab es viele Tote.

Ein Bummel durch die süße Stadt lohnt sich. Das Hinterland im Osten ist sehr grün und überall von der kleinen Stadt ist das grüne Bergland zu sehen.

Santa Brígida wird auch als Stadt der Blumen bezeichnet, „Villa de las flores“.
Tejeda
Tejeda ist ein wunderschönes Bergdorf im Zentrum Gran Canarias, gelegen auf 1050m Höhe. Von den Terrassen Tejedas bieten sich grandiose Ausblicke in die tiefe Schlucht des Kraters Caldera de Tirajana und den Naturpark des Roque del Nublo. Das Dorf ist nahezu komplett in weiß gehalten. Die Kirche und der Hauptplatz befinden sich im Mittelpunkt des Ortes. Dort befindet sich auch ein kleiner Park mit Spielplatz. Es gibt in Tejeda sogar ein öffentliches Freibad. Es ist ein Genuss durch den Ort zu schlendern, in eines der zahlreichen Cafés und Restaurants einzukehren und den grandiosen Ausblick zu genießen. Der Duft der kanarischen Pinienwälder ist noch bis dorthin zu vernehmen. Tejeda gehört zu den schönsten Dörfern Spaniens.
Teror
Die Kleinstadt Teror liegt im Zentrum der Insel auf 543m und ist einer der ursprünglichsten Orte Gran Canarias. Teror ist bekannt für seine Holzbalkone an den wunderschönen Häusern. Je prächtiger die Balkone waren, desto reicher waren die Familien, die das Haus bewohnten.
Auf dem zentralen Platz befindet sich die Basilika „Nuestra Señora del Pino„. Die Basilika ist von außen, wie von innen prachtvoll.
Besonders schön ist die herrliche grüne Landschaft, die Teror umgibt. Die umliegenden Berge sind grün bewachsen.Teror ist mit dem lokalen Bus sehr gut an Las Palmas angeschlossen.











