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Monschau entdecken mit Kleinkind

Monschau

In Nordrhein-Westfalen, im Norden der Eifel, direkt an der belgischen Grenze, liegt das kleine Örtchen Monschau. Mit seinen wunderschönen Fachwerkhäusern, verwinkelten Gassen, Kopfsteinpflastergässchen und kleinen Brücken lädt es zum Staunen ein. Wir hatten das Vergnügen Monschau mit frischem Pulverschnee zu besuchen. Es war ein wahres Wintermärchen an Ostern.

Blick auf Monschau

Die historische Altstadt ist autofrei und es leben nur etwa 500 Einwohner hier. Mehr als 300 Fachwerkhäuser schmücken den Ortskern. Sie stehen heute zumeist unter Denkmalschutz, denn sie wurden schon im 18. Jahrhundert erbaut. Der Ortskern wird von dem Fluss Rur durchzogen und plätschert gemütlich vor sich hin.

Der Marktplatz bildet das Zentrum von Monschau. Hier befinden sich kleine Bäckereien, Cafés und Hotels. Viele Köstlichkeiten der Region lassen sich hier probieren. Monschau besitzt sogar eine Senfmühle, in der ein Familienunternehmen seit über 100 Jahren Senf herstellt.

Oberhalb der Stadt thront die ehrwürdige Festungsburg aus dem 13. Jahrhundert. Heute befindet sich in dieser Burg eine Jugendherberge. Direkt unterhalb der Burg liegt ein kleiner Spielplatz.

Auf einem weiteren Hügel der Stadt Monschau befindet sich die Haller-Ruine. Auch von hier oben genießt man wunderschöne Ausblicke auf die Stadt, die Burg und die Rur. Der Aufstieg zur Ruine erfolgt über einen schmalen Pfad mit Treppen und ist besonders für kleine Kinder sehr abenteuerlich.

Monschau, im Hintergrund die Haller-Ruine.

Vennbahnweg und Belgien

Für jemanden wie mir, der Ländergrenzen liebt und es total interessant und spannend findet, wird dieser Bericht lesenswert sein.

Zwischen Monschau und Mützenich verläuft eine kleine ehemalige Bahntrasse, die heute die Vennbahn bildet. Das interessante daran ist, dass dieser schmale Radweg zwischen diesen beiden deutschen Orten liegt und belgisches Staatsgebiet ist. Das wir in Belgien waren, merkten wir kaum. Kein Willkommensschild, keine Grenzposten, nur eine allgemeine Information zur Vennbahn.

Vennbahn, Belgien

Der heutige Radweg verläuft auf 125km mit einer Steigung von 2% durch Deutschland, Belgien und Luxemburg. Von Aachen über das Hohe Venn nach Troisvierges (Ulflingen). Über ein Jahrhundert lang wurde Kohle von Aachen in den Norden Luxemburgs mittels Zügen transportiert. Aufgrund von Gebietsabtretungen im 1. Weltkrieg musste Deutschland Teile der Vennbahn an Belgien abtreten.

Wir sind mit dem Auto nach Mützenich gefahren und haben noch eine schneereiche Wanderung zu Kaiser Karls Bettstatt unternommen. Hier haben wir mitten im verschneiten Winterwald die deutsch-belgische Grenze gefunden.

Es ist so interessant, wie nah die Menschen aus zwei Ländern hier leben. Wir besuchten noch die Ortschaft Ruitzhof und sahen Nachbarshäuser, die einen zu Deutschland gehörend, die anderen zu Belgien. Unser „Willkommensschild“ für Belgien fanden wir dann doch noch.

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