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Erlebnisparks auf Gran Canaria

Auf der kanarischen Insel Gran Canaria gibt es viele verschiedene Erlebnisparks, die wirklich einen Besuch wert sind.

Während unserer vielen Aufenthalte auf der wunderschönen Insel, haben wir unterschiedliche Parks besucht und waren immer begeistert.

Für jeden Geschmack und jedes Alter ist etwas dabei, ob Tierpark, Kaktuspark oder Wasserpark.

Im Folgenden stellen wir unsere Eindrücke und Erfahrungen vor.

Aquarium „Poema del Mar“

Wir haben das Aquarium „Poema del Mar“ in Las Palmas besucht. Es gehört zu den größten Aquarien Europas. Die Aquarien sind sehr schön gestaltet. Durch das reine Wasser kommen die herrlichen Farben der Fische besonders gut zur Geltung. Es gibt drei Bereiche, Dschungel, Tiefsee und Strand und Riff. Mittels einem Wegeleitsystem wird man gut durch die verschiedenen Bereiche geleitet. Besonders beeindruckend ist das große Ringaquarium. Ein spiralförmiger Weg führt nach oben entlang des Aquariums. Vor einer großen Aquarienleinwand befinden sich Sitzmöglichkeiten. Es ist beeindruckend und beruhigend zugleich, die großen Fische zu sehen. Das Licht im Kernbereich des Aquariums ist gedimmt. Dadurch kommt das Blau der Becken noch besser zur Geltung und für die Tiere werden reale Lebensbedingungen erzeugt. Es gibt ein Restaurant und kleine Cafés im Innenbereich.

Interaktive Tafeln bieten viele interessante Informationen zu den verschiedenen Fischen.

Wir zahlten 25€ pro Person. Kinder bis 12 Jahre zahlen 17,80€ und Kleinkinder bis 3 Jahre sind gratis. (Stand März 2023)

Bananenplantage „Hacienda La Rekompensa“

Ein Besuch der Bananenplantage ist bei einem Besuch auf Gran Canaria sehr zu empfehlen. Wir tauchten ein in die Welt der Bananen. Während einer Führung erfuhren wir sehr viel Wissenswertes über die Bananenpflanzen. Die Führungen werden in Spanisch und Englisch angeboten und finden häufig während der Öffnungszeiten statt.

Die Plantage im Norden von Gran Canaria „Hacienda La Rekompensa“, in der Nähe von Arucas hat 6 Hektar Bananenpflanzen. Bananen werden über das ganze Jahr von 6 Mitarbeitern per Hand geerntet.

Im Anschluss an die Führung konnten wir köstliche Bananenprodukte verköstigen. Von Bananemarmelade bis Bananenprosecco und Bananenwein war alles dabei.

Im kleinen Museum konnten wir uns im Anschluss umschauen und in die Geschichte der Banane eintauchen. Die ersten Bananenpflanzen stammen aus Papua-Neuguinea und wurden im 15. Jahrhundert von britischen und portugiesischen Seefahrern nach Europa gebracht.

400 Millionen kg Bananen werden jährlich auf den kanarischen Inseln Teneriffa, Gran Canaria und La Palma produziert. Ein Bananenstrunk wiegt 65 – 70 kg bei der Ernte. Davon gehen 5% in die Schweiz, 15% bleiben auf den Kanaren und der Rest wird auf dem spanischen Festland verkauft.

Weltweit gibt es 1000 verschiedene Bananensorten. Auf Gran Canaria werden 40 verschiedene Sorten angebaut. Wir sahen die Himbeerbanane, Apfelbanane und die blaue Banane, eine heimische Sorte von Venezuela.

Eine Bananenpflanze benötigt am Tag 20 l Wasser. Da es auf den kanarischen Inseln dafür nicht ausreichend regnet, wird das Wasser aus dem Ozean genommen und muss entsalzt werden. Aus diesem Grund erkennt die EU die Bananen von den Kanaren nicht als ökologisch an und sie werden daher nicht importiert.

Eine Bananenpflanze wächst 1,5 Jahre bis sie fähig ist, Frucht zu tragen. Die Früchte reifen anschließend 9 Monate in der Plazenta der Banane und schließlich je nach Jahreszeit 4 – 6 Monate bis die Bananen für die Ernte bereit sind. Anschließend stirbt die Mutterpflanze und die Babypflanze wächst zur Mutterpflanze heran. Eine Bananenpflanze kann bis zu 15 Babypflänzchen wachsen lassen, jedoch nicht zur gleichen Zeit.

Für die Kinder gibt es auf dem Gelände noch ein Trampolin und zwei Spielhäuser. Der Ausblick reicht bis nach Teneriffa am Horizont. Wir hatten eine geniale Zeit auf der Plantage und würden den Besuch jedem empfehlen.Erwachsene zahlen für die Führung und Verkostung 15€, Kinder ab 3 Jahren zahlen 7,50€. (Stand Januar 2026)

Cactualdea Park

Der Cactualdea Park liegt im Westen von Gran Canaria, unweit der Kleinstadt La Aldea de San Nicolas.

Der Kaktuspark ist besonders, denn er wurde 1995 von der deutschen Familie Beisel gegründet. Der Park beherbergt 1000 verschiedene Kakteenarten. Es gibt eine nachgestellte Höhle der Ureinwohner der Kanaren, ein Restaurant und einige Tiere zum Beobachten wie Enten, Pfaue und einen Esel.

Der Park ist sehr weitläufig und wunderschön. Es gibt viele kleine versteckte Wege zwischen den Kakteen- und Palmenhainen. Zudem liegt der Park in traumhafter Natur, zwischen den Bergen mit Ausblick auf das Meer, sogar Teneriffa ist zu sehen.

Ein Film über den Kakteenpark und die Herkunft einiger Kakteen wird in einem kleinen Kino gezeigt.

Der Eintritt beträgt für Erwachsene 9,50€, Kinder unter 11 Jahren zahlen keinen Eintritt. (Stand Februar 2026)

Cocodrilo Park

Der Cocodrilo Park ist ein besonderer Tierpark auf Gran Canaria, denn er ist ein Schutz- und Auffangzentrum für zum Teil exotische Tiere, die ausgesetzt worden sind.

Das Highlight im Park sind die Krokodile. Der Park beherbergt 300 Nilkrokodile, u.a. auch das aktuell größte Krokodil Europas. Sein Name ist Guancho.

Im Park gibt es auch Affen, Ziegen, Rehe, Stachelschweine, Pferde und Kühe zu sehen.

Kleinere und größere Reptilien werden ebenfalls im Park versorgt, wie Schlangen und Schildkröten.

Das einzigartige im Park sind seine Tiershows. Die Krokodilshow ist lehrreich. Wir sahen bei der Fütterung zu und konnten sehen, wie kraftvoll Krokodile zu beißen können. Krokodile sind Kaltblüter und können ihre Körpertemperatur nicht selbst halten. Sie benötigen Wärme um aktiv zu werden. Sollte es zu kühl sein, bewegen sie sich nicht. Krokodile können auf diese Weise sogar 4 bis 5 Monate ohne Nahrung auskommen.

Es gibt auch weitere Tiershows und -führungen. Die Papageien und Vogelshow war sehr schön. Hier wurden die Tiere ebenfalls gefüttert. Wir sahen auch bei der Fütterung der Schweine, Affen und Kühe zu. Die Shows und Tierfütterungen sind zeitlich aufeinander abgestimmt.

Die Wege im Park sind angenehm gestaltet und laden zum Verweilen ein. Es gibt auch einen Kakteengarten.

Erwachsene zahlen 9,90€ und Kinder 6,90€ Eintritt. Babys zahlen keine Eintrittsgebühr. (Stand März 2026)

Kaffeeplantage „La Laja“

Ein absolutes Must-do und eine große Empfehlung für einen Urlaub auf Gran Canaria, ist die Besichtigung und Führung auf einer Kaffeeplantage. Im Valle de Agaete wird Kaffee angebaut. Dies ist für Europa einmalig, denn nur hier herrschen die idealen klimatischen Bedingungen.

Während unserer Führung haben wir viele interessante Informationen zu den Kaffeebäumen, der Plantage und der Kaffeeproduktion auf Gran Canaria gelernt. Wir besichtigten die Plantage „La Laja„.

Ein Kaffeebaum kann 20 – 30 Jahre Kaffeebohnen tragen. Sie schneiden die Kaffeebäume immer kurz, denn sie würden bis zu 8m hoch werden. Da die Temperaturen im Sommer sehr heiß werden, spenden Orangen-, Papaya- und Avocadobäume den Kaffeebäumen Schatten. Von Mai bis Juli ist die Haupterntezeit der „Kaffeekirschen“. Die Früchte werden geerntet wenn sie rot sind. Ein Baum trägt ca. 7 kg Früchte, nach dem Trocknen bleibt jedoch nur 1 kg an Kaffeebohnen übrig. An derselben Stelle der geernteten Frucht, wächst eine neue nach. Die „La Laja“ Kaffeeplantage hat 4000 Bäume und produziert jährlich 4000 kg Kaffeebohnen. Wir haben uns 250g dieses köstlichen Kaffees für 18€ gekauft. (Stand März 2023)

Nach der Führung hatten wir eine Verköstigung des köstlichen Kaffees, Ziegenkäse, Chorizo und Kaffeemarmelade. Zudem kann auch Wein verkostet werden. Pro Jahr werden dort zudem 4000 Flaschen Wein produziert. Die Führung kostet inklusive Verkostung 10€ pro Erwachsener. (Stand März 2023)

Kaffeeverkostung

Palmitos Park

Der wunderschöne Palmitos Park ist ein Tierpark und botanischer Garten im Süden von Gran Canaria. Er befindet sich ca. 10km nördlich von Maspalomas, eingebettet in eine Schlucht. Im Park selbst ist es wunderbar grün, durch viele Pflanzen, Kakteen und Palmen. Die angelegten Wege, die recht steil bergauf durch den Park führen, da der Park an einem Berghang liegt, führen zu grandiosen Ausblicken über den Park und in die Schlucht hinein.

Es gibt einen herrlichen Kakteengarten. Einige Kakteen sind so groß wie Bäume und sehr alt.

Im Park gibt es ein Orchideen– und ein Schmetterlingshaus. Zudem gibt es ein großes Aquarium, mehrere Freifluggehege und viele Tiere zu Bestaunen, wie z.B. Affen, Kängurus, Erdmännchen, Riesenschildkröten von den Seychellen (diese konnten wir auf den Seychellen auch schon bestaunen), Schlangen, Krokodile und Kaimane, verschiedene Vögel- und Papageien, und viele weitere mehr.

Ein Highlight im Palmitos Park sind die vier verschiedenen Shows. Es gibt eine interaktive Show mit Schlangen und Vögeln, eine Papageienshow, eine Greifvogelshow und eine Delfinshow. Alle sind sehr sehenswert und erfreuen sich großer Beliebtheit. Besonders für Kinder sind diese Shows sehr gut gemacht und sie werden oft miteinbezogen.

Der Eintrittspreis beträgt 34€ für Erwachsene, Kinder ab 6 Jahren zahlen 25€ und Kinder unter 2 zahlen keinen Eintritt. (Stand Mai 2024)

Salinas de Tenefé

In den Salinas von Tenefé wird Salz in Lehmbecken gewonnen. Die Lage, direkt am windigen Atlantik ist beeindruckend und wird direkt für die Salzgewinnung genutzt. Zur Erhöhung des Wasserstandes in den verschiedenen Becken wurden früher drei Windmühlen genutzt, heute ist es nur noch eine. Bei Flut laufen die Zulaufkanäle voll und füllen die flachen Salzbecken mit Meerwasser. Durch Wind und Sonne verdunstet das Wasser und das Meersalz bleibt zurück.

Die Salinas wurden im 18. Jahrhundert errichtet und bis Mitte des 20. Jahrhunderts genutzt, um die gefangenen Fische zu pökeln. Das heutzutage auf der Insel gewonnene Salz hat einen besonderen kulinarischen Wert und wird nur auf der Insel verkauft. Das Salz wird von März bis Oktober gewonnen.

Ein Rundweg führt um die Salzbecken herum.

Der eigentliche Bereich der Salzbecken darf nicht betreten werden. Auf einem kleinen Steg kann man jedoch näher an die Salzbecken heran.

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