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Sommer Roadtrip Wales mit Kindern und Baby

Im Sommer 2026 haben wir einen Roadtrip durch Westeuropa unternommen. Wir sind von Gran Canaria gestartet, sind an der portugiesischen Westküste entlang gefahren. Anschließend ging es für uns durch den Norden Spaniens und anschließend nach Frankreich bis in die Bretagne. Von dort reisten wir nach England und weiter nach Wales.

Im folgenden Beitrag möchten wir über unsere Erlebnisse in Wales berichten.

Cosmeston Lakes

Das Naherholungsgebiet unweit von Cardiff, der Hauptstadt von Wales, hat uns sehr gut gefallen. Wir haben dort einen schönen Nachmittag verbracht. Es gibt herrliche Wanderwege, u.a. auch Boardwalks um die Seen. Überall stehen Hinweistafeln zur Pflanzen- und Tierwelt an und in den Seen.

Der große Burgspielplatz ist ebenfalls sehr zu empfehlen. Es gibt eine große Burg, viele Schaukeln, einen Hindernisparcours und Rutschen.

Sully

Eine Nacht haben wir in dem kleinen Ort Sully, direkt am Meer verbracht. Dort verläuft der Wales Coast Path entlang.

The Museum of Welsh Life

Das Freilichtmuseum über das walisische Leben ist ein Must-Do in Cardiff. Im Museum lernten wir über das walisische Leben im Verlauf der Jahrhunderte. Es gibt 40 Häuser, die alle besichtigt und betreten werden dürfen. Sie sind liebevoll und detailreich eingerichtet, der jeweiligen Epoche zugeordnet.

In jedem Haus gibt ein Mitarbeiter Auskunft über das damalige Leben. Alle Mitarbeiter sprechen zudem Walisisch. Heute sprechen noch ca. 30% aller Menschen in Wales Walisisch. Die Regierung und ebenfalls die Bevölkerung sind bemüht die Sprache weiter zu verbreiten. Vor ca. 100 Jahren sprachen noch 100% der Einwohner in Wales Walisisch.

Es gibt auch zwei Shops, die wie ehemalige Kaufmannsläden gestaltet sind. Dort können typische walisische Produkte erworben werden. Es gibt sogar Mehl von der Wassermühle vor Ort zu kaufen.

Ein elizabetinisches Schloss und der Schlossgarten können ebenfalls besichtigt werden.

Das Areal ist riesig und man kann hier einen ganzen Tag entspannt verbringen. Im Eingangsbereich gibt es einen großen Spielplatz.

Der Eintritt in das Museum ist gratis. Lediglich die Parkgebühren müssen bezahlt werden. Ein Tagesticket kostet £7. (Stand August 2026)

Llanyre

In dem kleinen walisischen Ort Lanyre haben wir einen ausgiebigen Spielplatzstop gemacht. Der Spielplatz bietet alles was das Kinderherz höher schlagen lässt. Es gibt Rutschen, Schaukeln, Karusselle, Drehkreisel und einen Klettertraktor.

Im Zentrum befindet sich die Kirche des Ortes mit einem altehrwürdigen Friedhof. Die Gräber reichen zum Teil bis 1880 zurück.

Clywedog Reservoir

Eine Nacht haben wir am Clywedog Reservoir verbracht. Die Aussicht auf das Reservoir waren wunderschön. Wales hat wunderbare Landschaften, sanfte Hügellandschaften und grüne Wälder.

Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch

Wir besuchten den Ort mit dem längsten Namen in Europa auf der walisischen Insel Anglesey: Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch. Der Name besteht aus 58 Buchstaben und ist eine Aussprachherausforderung. Die Bedeutung des Ortsnamens ist: The church of Mary in the hollow of the white hazel near the fierce whirlpool and the church of Tysilio by the red cave“ (Die Kirche von Maria in der Höhle beim weißen Haselnussbaum in der Nähe des starken Wasserbeckens und die Kirche von Tysilio bei der roten Höhle).

Dieser Ort mit dem besonderen Namen reiht sich in die Liste der Orte mit den längsten Namen weltweit ein, anführend ist hierbei Bangkok, dessen vollständiger Name aus 168 Buchstaben besteht.

Der Ort ist aufgrund seines Namens eine kleine Touristenattraktion, ansonsten jedoch eine ganz gewöhnliche walisische Kleinstadt. Wir schlenderten durch den Ortskern, vorbei an der Kirche und blieben eine Weile auf dem Spielplatz.

Am Bahnhof kann man sehr gute Bilder mit dem Namen machen, es gibt ebenso einen Touristenshop am Bahnhof.

Holy Island

Von der Insel Anglesey reisten wir weiter nach Holy Island. Diese kleine Insel besticht durch ihre wunderschönen Küstenabschnitte und Sandstrände.

Unser erster Halt war ein 6000 Jahre altes neolithisches Grab. Diese Grabstätte erinnerte uns an die Gräber in Carnac, in der Bretagne. Am Ort der Grabstätte lebten einst Menschen, bis entschieden wurde, dass der Ort als Grabstätte genutzt werden sollte. Warum die Menschen diesen Ort als Grabstätte festgelegt haben, ist unbekannt.

Trearddur Bucht

Wir entschieden uns einen Spaziergang entlang der Trearddur Bucht zu unternehmen. Die Bucht mit ihrem breiten Sandstrand ist wunderschön. Da die Wassertemperatur nicht sehr hoch ist, sahen wir viele Kinder und ebenfalls Erwachsene in Neoprenanzüge ihren Strandtag verbringen.

Wir liefen Richtung der felsigen Küste und an den angrenzenden Wohnhäusern entlang. Die Steilküste ist nicht sehr hoch. Die Ausblicke auf die Bucht und den Atlantik gefielen uns sehr gut. Der Weg ist schmal und verläuft entlang kleiner Büsche, immer den Atlantik im Blick habend.

Llanrwst

In dem kleinen Ort Llanrwst haben wir eine Nacht verbracht und standen direkt neben einem schönen Spielplatz im Gwydyr Park. Es gibt einen Drehkreisel, zwei Rutschen, ein Klettergerüst, Schaukeln und eine Wippe.

Wir haben einen Spaziergang durch den Ort unternommen und dabei ein typisch walisisches Teahouse (Tu Hwnt I’r Bont) gesehen, komplett mit Efeu bewachsen.

Die Altstadt mit ihren typischen Häusern, den engen Gassen und der Kirche haben uns sehr gut gefallen. Es lohnt sich auch die unbekannteren Dörfer in Wales zu erkunden.

Wales ist ein herrliches Land in Großbritannien. Wir trafen kaum internationale Touristen und waren meistens unter Einheimischen unterwegs. Die hügelige Landschaft ist wunderschön. Wales hat vor allem viel Natur, Ursprünglichkeit, Schaf- und Kuhherden zu bieten. Schlösser und Burgen runden den Besuch ab.

Wir hatten im August Glück und es hat an keinem Tag geregnet.

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